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2019

Internationaler Bläserwettbewerb in Wieselburg Weinzierl 21.22. Juni 2019





Beide Bläsergruppen aus dem Raum St.Gallen planten eine Reise nach Niederösterreich als Jahresevent. Nicht weise Vorsehung sondern purer Zufall wollte es, dass wir vom gleichen Vorhaben Kenntnis bekamen. So traten wir in einem gemeinsamen Bus die Reise an, der vom Hornmeister der Hubertusbläser, Ernst Gmünder, professionell chauffiert wurde. Die erste Überraschung stellte sich ein, als wir nach neunstündiger Fahrt endlich am Ziel waren. Der Hotelier erklärte uns in salbungsvollen Worten, dass das Hotel ‘lääääider’ total überbucht sei und wir Weiherweidler in ein Dorf einige Kilometer entfernt weiterziehen müssten.

Am Samstag war der Tag der Wahrheit - der Tag an dem es galt, die monatelang akribisch einstudierten Stücke abzurufen. Ohne Mittagessen spiele es sich leichter, war die einhellige Meinung der Gruppe. Durchaus möglich, denn nach dem Auftritt war bei den meisten ein anerkenndes Kopfwippen zu sehen – ‘nicht schlecht, auch wenn wir im Training schon bessere Leistung zeigten’. Ab sofort wurde der Bierwagen gestürmt.

Mit Spannung verfolgten wir am Abend die Siegerehrung, die wegen eines deftigen Gewitters in die würdigen Schlossräume verlegt wurde. In Niederösterreich wachsen die Jagdhorngruppen offenbar noch wie Pilze aus dem Boden. Viele junge Bläserinnen und Bläser füllten den Raum und warteten auf die Resultate. In der ES – Gruppe starteten 27 Mannschaften. An fünftletzter Stelle wurden die Weiherweidler unter der musikalischen Leitung von Roman Schmid aufgerufen. Das bedeut der fünfte Platz von vorne mit 514 Punkten – ein Resultat, mit dem wir zufrieden sein können, auch wenn es etwas wurmt, dass nur 5 Punkte bis zum Bronceplatz fehlten.

Ausgiebig feierten wir den Abend, der stets durch vielfältige und fetzige Blasmusik angereichert war. Grosse Aufregung herrschte gegen Mittnacht. Diebe sind am Werk. So findet einer unserer Bläser nur noch den leeren Hornkoffer. Trotz grosser Suchunterstützung ist kein Horn zu finden, die Freude etwas getrübt. Doch am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass wohl der Alkohol unserem Kollegen den Verstand raubte und nicht Lausbuben das Horn.

Reich an musikalischen und kameradschaftlichen Eindrücken kehrten wir in die Schweiz zurück. Mit im Gepäck war die Gewissheit, dass es sich lohnt, an Wettbewerben teilzunehmen, denn nur die direkte Konfrontation mit der Nervosität im Wettbewerb macht Trainingshelden zu verlässlichen Bläserinnen und Bläsern, wenn es ernst gilt.